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„DER RING IST WIE VERHEXT“ – KEIN HAPPY END BEI LEUCHTERS VLN SAISONFINALE
14. Oktober 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Weil Benjamin Leuchter (D) beim neunten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring wegen Terminüberschneidung mit dem WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup nicht an den Start gehen wird, absolvierte der Volkswagen Fahrer am vergangenen Wochenende in der VLN bereits sein persönliches Saisonfinale.

Mit großen Erwartungen war Benjamin Leuchter von der Präsentation des Volkwagen T-Roc R aus Nizza in die Eifel gereist, wo am vergangenen Samstag mit dem achten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring auch gleichzeitig Leuchters Saisonabschluss in der in der „Grünen Hölle“ stattfand.

Motiviert wie immer wollte der Duisburger auch bei seinem letzten VLN-Rennen in seinem Wohnzimmer wieder den Sprung auf das Siegerpodest schaffen, doch ein unverschuldeter Unfall machte ihm erneut einen Strich durch die Rechnung.

Für den vorletzten Lauf der VLN setzte das von Leuchter mitgegründete Volkswagen Kundenteam „Max Kruse Racing“ (MKR) auf eine neue Fahrerpaarung. Der 31-Jährige, der sonst auf dem „Güldenen Leuchter“ mit der Startnummer #10 unterwegs ist, wechselte zusammen mit Nordschleifen-Ass Andreas Gülden auf das Schwesterfahrzeug, den Volkswagen Golf GTI TCR mit der Startnummer #819, von Stammpilotin Jasmin Preisig.

Das neu formierte MKR-Trio um Leuchter, Gülden und Preisig fand zunächst gut ins Wochenende und sollte nach der vom Pech verfolgten Saison endlich wieder ein Erfolgserlebnis einfahren.

In einem schwierigen Zeittraining unter wechselnden Streckenbedingungen sicherte Teamkollege Andreas Gülden mit einer schnellen Runde die Poleposition und schaffte beste Voraussetzungen für den angestrebten Klassensieg in der TCR-Kategorie.

Benjamin Leuchter, der als Startfahrer gesetzt war, kam zunächst nicht einmal über die Startlinie hinaus, da das Rennen wegen eines Unfalls in der ersten Startgruppe unterbrochen werden musste. Nach gut einer Stunde Verzögerung erfolgte der Neustart und Leuchter konnte die Führung souverän behaupten.

Im Verlauf der ersten Stunde gelang es Leuchter einen beeindruckenden Vorsprung von einer Minute herauszufahren, der ihm allerdings am Ende nichts einbrachte. Beim Überrunden eines langsameren Fahrzeuges kam es zu einer unverschuldeten Berührung, die mit einer Kollision in der Leitplanke endete. Der Einschlag erfolgte mit einer so hohen Geschwindigkeit, dass der Golf GTI TCR mit der #819 stark beschädigt wurde und eine Fortsetzung des Rennens unmöglich war.

Erneut kein Happy End für Leuchter und sein Team von MKR, das für seine starke Leistung durch unverschuldete Umstände nicht belohnt wurde.

„Das ist einfach unglaublich. Der Ring ist derzeit wie verhext! Besonders für das Team tut es mir wahnsinnig leid, denn es hat erneut einen ausgezeichneten Job gemacht und ein perfektes Auto an den Start gebracht. Der Klassensieg wäre locker möglich gewesen. Wir waren, wie schon bei allen anderen Rennen, schnell unterwegs. Man hat gesehen, dass uns nur die Technik oder andere Umstände höherer Gewalt stoppen können. Wenn wir durchfahren konnten, dann waren wir vorn. Mir tut es auch leid für Jasmin und Andy, die durch den Unfall überhaupt nicht fahren konnten. Trotz der frustrierenden Umstände lassen wir uns nicht unterkriegen. 2020 greife ich wieder voll an.“ sagt Leuchter.

Nach dem enttäuschenden Samstag ging es für Benjamin Leuchter wieder nach Nizza, wo er weiter in der Vorstellung des T-Roc R involviert ist.

Die Motorsport-Saison ist für Leuchter aber noch nicht beendet, denn in weniger als zwei Wochen geht es für den Volkswagen Piloten erneut nach Asien, wo er wieder mit dem Golf GTI TCR von Sebastien Loeb Racing im WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup angreifen wird. Nächstes Ziel wird vom 25. bis 27. Oktober der Formel-1-Kurs im japanischen Suzuka sein.

Mehr Informationen zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring finden sie auf www.vln.de

Text: A.Dannenberg (Motorsport-Karriere.de)
Fotos: Gruppe C Photography