FIA WTCR
Nürburgring
44. DMV 4-Stunden-Rennen
„RICHTIGE ENTSCHEIDUNG“ – FÜHRUNG UND RENNABRUCH BEIM ZWEITEN VLN-LAUF AUF DEM NÜRBURGRING
15. April 2019 Zurück zur Artikelübersicht »

Kürzestes Rennen der VLN-Geschichte: Das 44. DMV 4-Stunden-Rennen wurde in der zweiten Runde von der Rennleitung aufgrund von einsetzendem Schneefall unterbrochen und nicht neu gestartet. Volkswagen Fahrer Benjamin Leuchter und Teamkollege Andreas Gülden vom Team Max Kruse Racing lagen zum Zeitpunkt des Rennabbruchs in Führung, nachdem sie von Startplatz zwei ins Rennen gegangen waren.

Kein Aprilscherz – Schneetreiben sorgte am vergangenen Samstag beim 44. DMV 4-Stunden-Rennen für das kürzeste Rennen in der Geschichte der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring und seiner legendären Nordschleife.

Wie bereits vor zwei Wochen präsentierte sich die Eifel mit ihren typischen Wetterkapriolen und brachte erneut wenig Fahrspaß für die Teilnehmer des zweiten Laufes der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Nachdem die Renndistanz Ende März zum Saisonauftakt wegen Nebels bereits verkürzt worden war, sorgte dieses Mal starker Schneefall nach anderthalb Runden für einen vorzeitigen Rennabbruch.

„Auch wenn es sehr bedauernswert ist, war dies die absolut richtige Entscheidung der Rennleitung“. Sagte Benjamin Leuchter, der gemeinsam mit Andreas Gülden vom Team Max Kruse Racing (MKR) zum Zeitpunkt des Rennabbruchs in der hart umkämpften TCR-Klasse in Führung lag.

Da beim angesetzten 4-Stunden-Rennen weniger als 80 Rennminuten absolviert wurden, bleibt der zweite VLN-Lauf ohne Wertung. Somit müssen Leuchter und Gülden mit ihrem Volkswagen Golf GTI TCR weiter auf ihre ersten Meisterschaftspunkte warten.

Im Qualifying, das noch bei teils sonnigen Bedingungen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt stattfand, brachten die  beiden MKR-Piloten die Reifen ins richtige Arbeitsfenster und fuhren damit die zweitschnellste Rundenzeit. Mit 8:45,105 Minuten brannte Nordschleifen-Ass Andy Gülden zudem noch eine Rekordzeit in den Asphalt, die zuvor noch kein Volkswagen Golf GTI TCR erzielt hatte. Leuchter und Gülden brachten sich damit in der TCR-Klasse, hinter dem Hyundai von Peter Terting und Harald Proczyk, in eine aussichtsreiche Startposition.

„Schade, dass wie die Führung nicht in einen Sieg verwandeln durften. Das Team hätte es verdient gehabt. Sie haben wie immer einen super Job gemacht und ein gutes Setup für das Rennen gestellt. Andy ist einen guten Start gefahren und konnte im Bereich Bergwerk, wo der Schneefall begann, am Hyundai vorbeiziehen und die Führung übernehmen. Er ist halt ein Fuchs.“ schmunzelte Leuchter, der mit der Gesamtperformance beim zweiten VLN-Lauf zufrieden war.

Der dritte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring findet am 27. April statt, allerdings ohne Leuchter. Der Duisburger wird an jenem Wochenende für Sébastien Loeb Racing und Volkswagen Motorsport auf dem Hungaroring bei Budapest den zweiten Lauf im WTCR – FIA Tourenwagen-Weltcup bestreiten. Den 61. ADAC ACAS H&R-Cup auf dem Nürburgring fährt MKR-Pilot Gülden allein – dann hoffentlich bei freundlicheren Witterungsbedingungen und über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Text: A.Dannenberg (Motorsport-Karriere.de)
Fotos: Gruppe-C